Löschfrist
Eine Löschfrist bestimmt, wie lange personenbezogene Daten gespeichert werden dürfen, bevor sie gelöscht werden müssen. Nach Art. 17 DSGVO müssen Daten gelöscht werden, sobald der Verarbeitungszweck entfällt, es sei denn, eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht steht dem entgegen.
Typische Fristen im Überblick
| Datenart | Frist | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Rechnungen und Buchungsbelege | 10 Jahre | § 147 AO, § 257 HGB |
| Handelsbriefe | 6 Jahre | § 257 HGB |
| Bewerbungsunterlagen (abgelehnt) | Bis zu 6 Monate | AGG-Klagefrist als Richtwert |
| Server-Log-Dateien | Meist 7 bis 14 Tage | Zweckbindung, Art. 5 DSGVO |
| Kontaktformular ohne Vertragsschluss | Bis Bearbeitung abgeschlossen, plus kurze Nachlauffrist | Zweckbindung |
Löschen oder einschränken?
Greift eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht, darfst du die Daten nicht sofort löschen, musst die weitere Verarbeitung aber auf den Aufbewahrungszweck einschränken. Praktisch bedeutet das: Die Daten werden gesperrt und nicht mehr für andere Zwecke wie Marketing genutzt.
Löschkonzept in der Praxis
Ein durchdachtes Löschkonzept legt für jede Datenkategorie fest, wann und wie sie gelöscht wird, und wer dafür zuständig ist. Für kleinere Websites reicht oft eine einfache Übersicht mit den wichtigsten Datenarten und Fristen, die regelmäßig überprüft wird.
Praxisbeispiel
Ein Onlineshop löscht Kundenkonten automatisiert drei Jahre nach dem letzten Login, sofern keine offenen Rechnungsdaten mehr bestehen. Rechnungsdaten selbst bleiben zehn Jahre gespeichert, werden aber nach Ablauf der Geschäftsbeziehung von der Nutzung für Marketingzwecke ausgeschlossen. Diese gestaffelte Löschung wird in der Datenschutzerklärung transparent erklärt.
Setze das korrekt in deiner Datenschutzerklärung um
Unser Generator erstellt solche Klauseln automatisch, rechtssicher in 3 Minuten.
Häufige Fragen zu löschfrist
Konkrete Antworten auf die Fragen, die uns dazu am häufigsten gestellt werden.